Geschichte in Bildern

1919-1953 Bootswerft Ernst Scheffler

Gleich links neben der Einfahrt zum Wentorfgraben am Petzinsee lag die kleine Bootswerft von Ernst Scheffler.

In der Silvesternacht 1920 kam es zu einen Brand und die Werft wurde vollständig zerstört.

 Herr Scheffler entschied sich danach die Werft am neuen und heutigen Standort wieder aufzubauen. Durch den Bau der Eisenbahn zwischen 1904 und 1908 (Umgehungsbahn) war mit dem Bahndamm ein Teil des Templiner See abgetrennt und zum heutigen Petzinsee geworden. Ernst Scheffler zog auf die andere Seite des Bahndamm,  um wieder am großen Templiner See zu sein. Dort baute er ab 1921 die neue Werft auf. Mit der Bahn kamen im Sommer  Ausflügler aus Potsdam und Berlin, so gab es auch einen kleinen Getränkeverkauf und Ausschank. Gleich neben der Werft entwickelte sich zur gleichen Zeit der Zeltplatz Himmelreich. Erst kleine Zelte wurden im Sommer aufgebaut und boten den Stadtbewohnern Erholung im Grünen.

Familie Scheffler betrieb die Werft bis Dezember 1953 und verkaufte Sie dann an Franz Lachmann.

1954 - 1966  Franz Lachmann Boots- und Schiffbaumeister

Franz Lachmann stammt aus Hagen auf Rügen. Er erlernte das Schiffbauerhandwerk in Seedorf auf Rügen und kam in Folge der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30iger Jahre nach Brandenburg. Hier arbeitete er für das Wasser und Schifffahrtsamt. Reparierte Schleusentore und Boote der Behörde.

Mit dem Erwerb der Scheffler Werft und dem Umzug aus Michendorf nach Geltow auf die Wentorf-Insel hat er den Grundstein für unser Familienunternehmen gelegt. In den ersten Jahren wurden zuerst eine neue Werkstatt und Bootshalle gebaut, später dann auch das Wohnhaus mit großer Veranda, in dem ein Getränkeverkauf und einige Tische zum Verweilen einluden. In der Werft wurden die ersten Neu und Umbauprojekte verwirklicht.

Angelkahn und Kielboot, Motorsportboote und Motoryachten, die ersten Jollenkreuzer und einige Rümpfe, die in der Umgebung auf Ihre Verwendung warteten,  wurden angefertigt oder ausgebaut.

Nachdem Sohn Werner den Meistertitel erworben hatte, übergab Franz die Werkstatt und den Bootsbau an seinen Sohn. Ein Rentnerleben führte er deshalb nicht, denn vielfältige Aufgaben verlangten einen täglichen Einsatz auf dem Gelände.

1966 - 1978  Werner Lachmann Bootsbaumeister

Werner Lachmann wurde 1937 in Michendorf geboren und erlernte von 1953 bis 1956 den Bootsbau in der Buchholzwerft in Sacrow. Nach dem Ende der Lehrzeit wechselte er in den Väterlichen Betrieb und bekam nach erfolgreicher Prüfung 1965 den Meistertitel verliehen.

Mit Beginn des Jahre 1966 übernahm Werner Lachmann die Bootswerft und begann mit der Fertigung von Jollenkreuzern nach eigenen Plänen. neben traditionellen 15 & 20iger Jollenkreuzern wurde ein kleiner 10 m² Jollenkreuzer entworfen und in Kleinserie gebaut. Aber schon 1968 wurden die Projekte größer, 40m² Stahljollenkreuzer, 11 m Motoryachten mit Stahlrumpf, aber auch noch Motorkajütboote mit Holzrumpf in 6 bis 8 m Länge wurden gefertigt.

Schon Anfang der 70iger Jahre wurde mit dem Formbau für Polyesterboote begonnen und das 1. Polyesterkajütboot hatte 1972 Stapellauf. Der Typ WL750 wurde in größeren Stückzahlen bis 1983 gebaut.

Weitere Stahlrümpfe zwischen 8 und 12,5 m sowie einige Segelyachten mit Stahlrumpf sind in der Werft ausgebaut worden. Die Rümpfe sind bei Stahlbootsbauern in Berlin und Königswusterhausen entstanden und wurden dann in der Lachmann Werft gesandstrahlt, gespachtelt und lackiert und anschließend  ausgebaut. Dabei wurden auch die meisten Motorinstallationen in eigener Fertigung realisiert. Es gab eine eigene Bootssattlerei in der Polster, Planen und Verdecke gefertigt wurden.

1978 - 1983  Marianne Lachmann

Werner Lachmann starb mit nur 41 Jahren im August 1978. Seine Frau Marianne Lachmann bekam eine Sondergenehmigung zum Fortführen des Betriebes, da sie in den letzten Jahren maßgeblich an der Geschäftsführung beteiligt war. Und so wurden weiterhin Serienboote in 7,5 m und einige Einzelstücke in 8 bis 10 m Länge gefertigt.

Uwe Lachmann verließ die Schule und gab Pläne für Abitur und Studium auf, um in einer Potsdamer Werft  eine Ausbildung zum Bootsbauer zu absolvieren (1979-1981). Außerdem begann einer der Mitarbeiter mit der Meisterschule. Uwe Lachmann wechselte nach erfolgreicher Lehrzeit in die Werft und begann 1982 mit der Meisterschule.

seit 1984      Uwe Lachmann Bootsbaumeister

Zum 1. Januar 1984 übernahm Uwe Lachmann die Geschäftsführung der Werft. Die Serienproduktion der Kajütboote wurde modernisiert, eine Bootshalle und die Steganlage in den folgenden Jahren erneuert.

Probleme gab es besonders bei der Materialbeschaffung für die Produktion. Es wurde immer schwieriger komplette fahrfertige Kajütboote zu liefern. Die Bauzeiten pro Boot verlängerten sich stetig.

Fortsetzung folgt.

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